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Grundpfeiler der australischen Wirtschaft sind Landwirtschaft und Bergbau. Zwar eignen sich nur ganze 7% des Landes als landwirtschaftliches Anbaugebiet, aber Schaf- und Rinderzucht sind auch in relativen Dürregebieten möglich. Bereits 1797 wurden die ersten Schafe in Australien eingeführt, und Schafwolle war für mehr als ein Jahrhundert der wichtigste Exportartikel. Bis heute ist die Schafzucht ein wesentlicher Bestandteil der australischen Wirtschaft. Die verarbeitende Industrie und der Bergbau holen jedoch immer mehr gegenüber der Landwirtschaft auf.
Zu den landwirtschaftlichen Spitzenexportgütern zählen neben Wolle auch Rind- und Kalbfleisch, lebende Schafe und Ziegen sowie Getreide, Zuckerrohr und Molkereiprodukte. Momentan (1998) grasen in Australien ca. 120 Mio. Schafe und 26,2 Mio. Rinder, von denen 2,8 Mio. als Milchkühe gehalten werden.
Ab 1851 zogen Goldfunde eine wirtschaftlich bedeutsame Einwanderungswelle nach sich und förderten nachhaltig die Entwicklung und den Aufbau des Landes. 1913 kam etwa 10% des Gold-Weltertrages aus Australien. In den 60er Jahren wurde durch massive ausländische Investitionen die Rohstoffausbeute vorangetrieben, seither zählt der abbau von Bodenschätzen zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Eine Spitzenstellung in der Welt nimmt Australien bei der Gewinnung von Eisenerz, Bauxit, Tonerde (Aluminiumoxid), Uran, Kohle, Kupfer, Gold, Mangan, Nickel und schweren Mineralsanden wie Rutil, Ilmenit, Monazit und Zirkon ein. Letzteres spielt insbesondere bei der Herstellung von Hüllrohren für Brennelemente von Leichtwasserreaktoren eine wichtige Rolle.
Australien verfügt über schätzungsweise 30% der westlichen Uranerzreserven. Deutsche Unternehmen sind beim Uranabbau in Australien kräftig beteiligt, z.B. an der Ranger-Mine im Nothern Territory, die als eine der profitabelsten Minen der Welt gilt.
Folgende weitere Rohstoffvorkommen sind ebenfalls in großer Menge vorhanden: Blei, Titan, Zink, Zinn, Magnesium, Wolfram und Silber. Seit den 80er Jahren ist Australien zudem ein wichtiger Diamantenlieferant.
Unterdessen ist in Pert (Westaustralien) ein Forschungszentrum eingerichtet worden, das neue Wege zur Erschließung der Bodenschätze Australiens aufzeigen soll. Der Rohstoffsektor zeigt sich weiterhin als einer der dynamischsten Wirtschaftszweige Australiens.
Die australische Bergbautechnik selber entwickelt sich außerdem zu einer eigenständigen Exportbranche.
Der Aufbau der verarbeitenden Industrie wurde lange vernachlässigt, da Australien sich in erster Linie als Rohstofferzeuger sah. Inzwischen sind die Eisen- und Stahlindustrie sowie die Nahrungsmittelindustrie recht weit entwickelt. Der Maschinenbau und die Autoindustrie zählen ebenfalls zu den führenden Industriezweigen. Daneben bietet Australien eine der führenden Märkte für Informationstechnologie und Telekommunikation.
Ein Drittel der australischen Ausfuhr kommt inzwischen von der herstellenden Industrie. Um 1988 lag dieser Anteil bei unter einem Fünftel. Als Abnehmer dieser Exporte steht Japan deutlich an der Spitze, gefolgt von Korea und den Vereinigten Staaten.
Der Dienstleistungsbereich - einschließlich Tourismus - hat sich ebenfalls zu einem führenden Wirtschaftssektor gemausert. Deviseneinnahmen durch Tourismus stellen die größte Komponente der Dienstleistungsexporte. Die Zahl der ausländischen Besucher erreichte 1994 einen neuen Höchststand mit knapp 3,4 Millionen, was einen Zuwachs von 12% bedeutet.
Aus Europa kommen davon insgesamt 720.500 Besucher. Deutschland ist nach Großbritannien der zweitgrößte Markt für den australischen Tourismus.
Australien befaßt sich nun auch speziel mit Strategien zur Stärkung des Rucksack-Tourismus, einem immer populärer werdenden Sektor des internationalen Tourismus. Rucksack-Reisende bleiben im Durchschnitt drei mal so lange in Australien wie andere Touristen und geben dabei doppelt so viel Geld aus. 1994 kamen rund 217.000 Rucksack-Reisende nach Australien.
Großbritannien hat seine Rolle als größter Handelspartner Australiens längst verloren. Mehr als 60% seiner Ausfuhr liefert Australien nach Asien. Die EU ist insgesamt gesehen Australiens größter Wirtschaftspartner. Deutschland steht mit einem bilateralen Handel von rund 6 Mrd. AU$ an siebter, als Absatzmarkt für australische Waren allerdings nur an fünfzehnter Stelle.
Die wirtschaftliche Situation Australiens konnte in den letzten Jahren stark verbessert werden. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit wurde um 16% gesteigert. Exporte sind seit 1992 um 6% pro Jahr gestiegen. Die Auslandsverschuldung ist seit 1995 zurückgegangen, das Handelsbilanzdefizit konnte weiter abgeschwächt werden. Die Inflationsrate schwankt um ca. 4%.
Die Arbeitslosenquote ist in der günstigen Wirtschaftslage auf durchschnittlich 8,5% gefallen (1995). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, insbesondere junger Leute, war 1995 ebenfalls stark rückläufig.

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