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Umweltpolitik
Aktuelle und ausführliche Informationen zur australischen Umweltpolitik gibt es auf der Webseite des Australian
Government - Department of the Environment and Heritage (DEH).
Kyoto-Protokoll
Im Februar 2005 ist das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten. Australien lehnt das Kyoto-Protokoll ab.
Australien will das Kyoto-Protokoll erst dann ratifizieren, wenn auch die USA und Entwicklungsländer auf den Klimaschutz-Zug
aufspringen. Haben Japan und die 15 EU-Mitgliedstaaten das Übereinkommen bereits unterzeichnet, ist der australische
Premierminister John Howard der Meinung, dass die Ratifizierung dem Kohle-Exporteur Australien Jobs kosten und industriellen
Schaden anrichten würde.
Der australische Industrieminister Ian Macfarlane unterstützt die ablehnende Haltung, obwohl Australien im Zuge der
Verhandlungen das Recht einer Emissionssteigerung um acht Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 eingeräumt wurde. Solange
die Reduktionsziele nicht Ländern wie China und Indien auferlegt werden auf, gilt die Meinung, dass eine Teilnahme
wenig Sinn mache.
Was ist das Kyoto-Protokoll?
Die im Kern 1997 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen (UN) im japanischen Kyoto ausgehandelte Klimaschutzvereinbarung
verpflichtet die Teilnehmerländer, ihren Kohlendioxid-Ausstoß zwischen 2008 und 2012 auf ein Niveau reduziert zu
haben, das um durchschnittlich 5,2 Prozent unter dem von 1990 liegt. Das Abkommen wurde von 141 Ländern ratifiziert.
Warum tritt das Abkommen erst im Februar 2005 in Kaft?
Die Vereinbarung schreibt vor, dass das Abkommen erst in Kraft tritt, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind. Mindestens 55
Prozent aller Kyoto-Beteiligten müssen das Abkommen ratifiziert haben. Zugleich müssen die Teilnehmerstaaten
mindestens 55 Prozent der Gesamtemissionen von 1990 abdecken. Diese Schwelle wurde erst mit dem Beitritt Russlands im
November 2004 erreicht.
Gelten für alle Länder die gleichen Regeln?
Nein, lediglich für 39 entwickelte Länder wurden konkrete Ziele vereinbart, die allerdings jeweils unterschiedlich
ausfallen. Die 15 Mitgliedsländer der alte EU haben sich zu einer gemeinsamen Reduktion von acht Prozent unter das
Niveau von 1990 verpflichtet.
Atomare Endlagerung
In Australien werden zwei Sorten von radioaktiven Müll produziert, geringradioaktiver (LLW) und mittelradioaktiver
Müll (ILW-SL). Am 14.06.2004 hat der Premierminister bekannt gegeben, dass es mehrere Endlager für gering- und
mittelradioaktiven Atommüll geben soll. Der Plan ein einziges nationales Endlager in Südaustralien in der Nähe
von Woomera zu schaffen wurde zu den Akten gelegt. Jeder Bundesstaat und jedes Territorium ist für den auf ihrem Gebiet
anfallenden atomaren Müll verantwortlich.
Australien produziert keinen hochradioaktiven Müll, der unter anderem in Kernkraftwerken und bei der Produktion von
Atomwaffen anfällt. Die australische Regierung hat klargestellt, dass Australien keinen hochradioaktiven Müll
Zwecks Endlagerung und Devisenbeschaffung importieren wird. Daher besteht für Australien nicht die Notwendigkeit ein
atomares Endlager für hochradioaktiven Müll zu schaffen.
Die internationale Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency) hat folgende Klassifikation von radioaktivem
Müll festgelegt:
Exempt Waste (EW):
• Die Aktivität ist geringer oder gleich dem natürlichen Durchschnitt.
Low Level Waste (LLW):
• Die Aktivität liegt über dem natürlichen Durchschnitt.
• Die thermale Energie liegt unter 2 kW/m3.
Intermediate level waste, short-lived (ILW-SL):
• Für alpha-Strahlern gilt ein festgelegte Grenzwert von 4000 Becquerel/Gramm, der nicht überschritten wird.
• Die Halbwertszeit der Radionuklide beträgt maximal 30 Jahre.
Intermediate level waste, long-lived (ILW-LL):
• Der festgelegte Grenzwert von alpha-Strahlern wird überschritten.
• Die Halbwertszeit der Radionuklide beträgt 30 Jahre oder mehr.
High Level Waste (HLW):
• Der festgelegte Grenzwert von alpha-Strahlern wird überschritten.
• Die thermale Energie liegt über 2 kW/m3.
Links:
Australian Government - Department of the Environment and Heritage (DEH) 
Internationale Atomenergiebehörde - International Atomic Energy Agency 
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