Politik
Außenpolitik
Beziehungen zur EU
In der Gemeinsamen Erklärung von 1997 sind die wichtigsten Punkte der bilateralen Beziehungen zwischen Australien und der EU festgelegt. Beim letzten
Außenministertreffen am 19.04.2002 waren u.a. die Verhandlungen zur Agenda von Doha und illegale Einwanderungen ein Schwerpunkt. Ein Problemthema in
der europäisch-australischen Beziehung ist die Agrapolitik. Hier verfolgen beide Seiten durchaus gegensätzliche Ziele, Australien möchte
besseren Zugang zu den europäischen Märkten, Europa hingegen m&ouch;chte die eigene Landwirtschaft schützen. Zumal Australien, nachdem in den
90er Jahren des letzten Jahrhunderts die asiatischen Märkte im Vordergrund standen, sich nun wieder verstärkt den nordamerikanischen und
europäischen Märkte zuwendet.
In den letzten zehn Jahren war die EU der größte Handelspartner Australiens gefolgt von Japan und den USA. Das Handelsvolumen (Im- und Export)
liegt bei rund 47 Mrd. AUS-Dollar. Die wichtigsten Exportgüter Australiens mit der EU sind Kohle, Wein und Wolle. Rund 12,5% der Exportgüter in die
EU ist Kohle. Ein Drittel der gesamten Exportwolle und rund die Hälfte des gesamten Exportweins werden in die EU exportiert. Die EU exportiert im
Gegenzug Waren im Wert von 31,4 Mrd. AUS-Dollar nach Australien. Beim Warenwert der Importgüter belegt die EU ebenfalls den ersten PLatz, gefolgt von
den USA, den ASEAN-Ländern und Japan. Die wichtigsten europäischen Importwaren sind Arzneimittel, Kraftfahrzeuge, Maschinen, Flugzeugteile und
Telekommunikationstechnologie.
Der wichtigste Handelspartner innerhalb der EU ist Großbritannien. Deutschland folgt mit ca. 20% des australisch-europäischen Handels. In den
letzten zehn Jahren haben sich die Export von Deutschland nach Australien bei einer jährlichen Steigerungsrate von 7 bis 8% verdoppelt, so daß
im Jahr 2003 Waren im Wert von 4,2 Mrd. AUS-Dollar nach Australien geliefert wurden. Dagegen stagniert der Export von Australien nach Deutschland im selben
Zeitraum und erreicht 2003 einen Warenwert von 1,05 Mrd. AUS-Dollar. Deutschland liefert vor allem Kraftfahrzeuge und -teile, chemische, elektronische und
pharmazeutische Produkte, Kunststoffe, Papier und Pappe sowie Spezialmaschinen.
Stand: 12.2004 - 01.2005
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