Politik
Außenpolitik
Beziehungen zu Indonesien
Australien begrüßt die Entwicklung hin zu mehr Demokratie in Indonesien. Allerdings werden die Regionalkonflikte in den Provinzen Aceh, Papua und
auf den Molukken mit Sorge beobachtet. Ebenfalls ein Problem wird in den radikal islamischen Gruppierungen in Indonesien sowie in der von ihnen ausgehenden
Terrorgefahr gesehen.
Eine vorrübergehende Belastung erfuhr die Beziehung beider Länder als Australien im Jahr 1999 an der UN-Mission in Timor-Leste (früher Osttimor)
teilnahm.
Im Jahr 2002 sterben bei einem Terroranschlag auf Bali u.a. 88 Australier. Der Anschlag führt einerseits zu einer intensiven Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte
beider Länder und belastet andererseits aber auch das bilaterale Verhältnis. Zu einer merklichen Entspannung kommt es durch Besuche von Premierminister
Howard bei der indonesischen Präsidentin Megawati im Februar 2003. Im März 2003 wurde das Australian-Indonesian Ministerial Forum, mit der Beteiligung
von sechs australischen Ministern, ein Erfolg und verbessert die Beziehung merklich. Die Antiterrorismus-Konferenz auf Bali im Februar 2004 wirde von Australien
und Indonesien als gemeinsame Gastgeber ausgerichtet. Das Center for Law Enforcement Cooperation, 2004 in Jakarta eröffnet, wird von Australien unterstützt.
An der Vereidigung des neuen indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono nimmt Premierminister Howard teil. Im September 2004 wird auf die Australische
Botschaft in Jakarta ein Bombenattentat verübt. Die darauf folgende verschärfte australische Warnungen vor Reisen nach Indonesien hat nachteilige
Auswirkungen auf die dortige Wirtschaft und führt zur erneuten Belastung der politischen Beziehungen.
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