Politik
Außenpolitik
Beziehungen zu Staaten im asiatischen Raum
Wichtige Haupthandelspartner in der Region sind bei den Ausfuhren neben Japan,
Indonesien
und Neuseeland
die Volkrepublik China, die Republik Korea, Singapur, Taiwan, Malaysia und Thailand.
Unabhängig von multilateralen Bemühungen, den Handel zu liberalisieren, verfolgt Australien das Ziel mit wichtigen Handelspartner der Region bilaterale
Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Am 17.02.2003 wurde mit Singapur und am 05.07.2004 mit Thailand ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Beide Abkommen
sind inzwischen in Kraft getreten. Ein Freihandelsabkommen mit Malaysia wird in Erwägung gezogen.
China ist einer wichtigsten Handelspartner Australiens in der Region. Im Rahmen des Besuchs des chinesischen Präsidenten Hu Jintao im Oktober 2003 wurde
ein Rahmenabkommen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit vereinbart. Eine Machbarkeitsstudie soll bis März 2005 die Möglichkeit eines
Freihandelsabkommens prüfen.
Enge politischen und wirtschaftlichen Beziehungen pflegen Australien und Papua-Neuguinea, das bis 1975 von Australien regiert wurde. Fast die Hälfte der
bilateralen Entwicklungshälfte Australiens geht an den nördlichen Nachbarn. Der Friedensprozess auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel
Bougainville wird von Australien aktiv unterstützt. Australische Firmen zählen im Rohstoffsektor (Erdö, Erdgas, Bunt- und Edelmetalle) zu den
wichtigsten Investoren. Mit Besorgnis werden zunehmende Probleme zur Kenntnis genommen. So breitet sich in Papua-Neuguinea die Korruption aus, die innere
Sicherheit nimmt ab und die Wirtschaftsleistung nimmt ab. Im Juli 2004 wurde daher ein Vertrag zur engeren Zusammenarbeit von Australien und Papua-Neuguinea
unterzeichnet. Im Rahmen dieses Vertrags werden australischen Polizisten sowie Justiz- und Finanzexperten nach Papua-Neuguinea entsendet. Des weiteren werden
australische Offiziere in den Streitkräften Papua-Neuguineas eingesetzt.
Das personelle Engagement auf Papua-Neuguinea ist Teil der neuen Außenpolitik Australiens im Südpazifik. Seit Mitte 2003 greift Australien im
Südpazifik aktiv und entschlossen bei krisenhaften Entwicklungen ein. Die Entwicklungshilfe wird nur noch Staaten mit sogenannter "good governance"
gewährt und ist zum Teil an den Einsatz von australischer Polizei und von Experten vor Ort gekoppelt. Auf diese Weise wurde erstmalig in einem Nachbarstaat
(den Salomonen) die Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt. Der Einsatz auf den Salomonen im Rahmen der "kooperativen Intervention" begann im
Juni 2003 und wurde als voller Erfolg gewertet.
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