| 1901 |
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Am 1. Januar 1901 wird in Sydney die Gründung des "Federal Commonwealth of Australia" verkündet. Das Commonwealth entsteht
aus den britischen Kolonien New South Wales, Victoria, Queensland, Western Australia, South Australia und Tasmanien.
Die australische Verfassung von 1901 enthält Elemente der britischen und amerikanischen Verfassung und ist für damalige Verhältnisse relativ
liberal (u.a. Frauenwahlrecht). Allerdings enthält sie keinerlei Rechte für die Aborigines. Königin Victoria bleibt offizielles Staatsoberhaupt der
parlamentarischen Monarchie. Der Premierminister nimmt eine dominierende Stellung ein. Die sechs Bundesstaaten haben innenpolitische Unabhängigkeit.
3,7 Mio. Australier wählen das erste Parlament. Edmund Barton wird erster Premierminister. Sitz der Regierung ist die vorläufige Hauptstadt
Melbourne. Die Entscheidung, eine neue Hauptstadt zu bauen, wurde in den Gründungserklärung festgehalten, da man sich nicht auf Sydney oder
Melbourne als Hauptstadt einigen konnte. |
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| 1908 |
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Die Lage der neu zu bauenden Hauptstadt Australiens wird festgelegt. |
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| 1911 |
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Das Northern Territory wird an das Commonwealth of Australia übergeben.
Die Bundesregierung erwirbt Land für das Australian Capital Territory. |
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| 1914 |
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Großbritannien erklärt Deutschland den Krieg. Australien befindet sich damit automatisch auch im Kriegszustand. Militäreinheiten
aus Australien und Neuseeland, "Australian and New Zealand Army Corps", nehmen aktiv am ersten Weltkrieg teil. Sie besetzen u.a. die deutschen
Kolonien Neuguinea und Samoa sowie das Bismarckarchipel. Auch in Vorderasien und Europa sind australische Truppen auf den Schlachtfeldern zu finden.
Letztendlich nehmen rund 350.000 Soldaten aus Australien am Krieg teil. |
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| 1915 |
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Am 25.04.1915 landen u.a. rund 30.000 Mann eines Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC) auf der Halbinsel von Gallipoli (Gelibolu).
Ziel der Landung ist es, die türkischen Truppen auf der Halbinsel zu zerschlagen. Damit währen die Dardanellen für die alliierte Marine
passierbar geworden. Die Landung wird aus Sicht der Alliierten aber ein absolutes Desaster. Der Tag ist seitdem Nationalfeiertag (ANZAC-Day). |
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| 1918 |
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Der Erste Weltkrieg ist vorbei und hat auf australischer Seite 60.000 Menschen das Leben gekostet, fast 170.000 wurden verwundet. |
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| 1921 |
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Die ehemaligen deutschen Kolonien Nordost-Neuguinea, Bismarckarchipel, die westlichen Salomonen und Nauru
werden Australien vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugewiesen. |
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| 1927 |
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Die Bundeshauptstaat Canberra wird fertiggestellt. Das Parlament und die Bundesregierung ziehen daraufhin von Melbourne in die offizielle
Hauptstadt um. |
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| 1928 |
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Der Royal Flying Doctor Service (RFDS) wird in Cloncurry (Queensland) von Reverend John Flynn gegründet. |
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| 1929 |
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Die Weltwirtschaftkrise erreicht auch Australien. Als Folge steigt die Arbeitslosenquote auf 25%.
Das Eisenbahnnetz wird bis nach Alice Springs ausgebaut. Der Ghan ermöglicht die Erschliessung Zentralaustraliens. |
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| 1932 |
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In Sydney wird die Habour Bridge eingeweiht. |
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| 1939 |
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Aufgrund der engen Verbundenheit mit England und eines Militärbündnises tritt Australien in den
2. Weltkrieg ein. |
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| 1942 |
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Am 15.2.1942 fällt Singapur, das das Hauptbollwerk gegen die über Südostasien vorrückenden
Japaner sein sollte. 15.000 Australier geraten beim Fall Singapurs in japanische Kriegsgefangenschaft.
Am 19.2.1942 wird Broome und Darwin von japanischen Bombern angegriffen.
Im Mai werden die Japaner in der Korallensee von einer Flotte der Australier und Amerikaner besiegt. Dies leitet die Wende
zu Gunsten der Australier ein. |
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| 1945 |
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Am 15.8.1945 gibt der neue Premierminister Joseph Benedict Chifley (Labour Party) das Kriegsende bekannt.
Von den eine Millionen australischen Soldaten fielen in Europa 10.000, im Pazifik mehr als 17.000 und rund 8.000 überlebten
die japanische Kriegsgefangenschaft nicht. |
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| 1951 |
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Australien schließt mit den USA und Neuseeland das Verteidigungsbündnis ANZUS. |
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| 1953 |
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Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean werden an Australien angegliedert. |
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| 1956 |
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Im November werden in Melbourne die 16. Olympischen Sommerspiele ausgetragen. |
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| 1960 |
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Aborigines werden australische Bürger und haben zukünftig ein Recht auf Sozialleistungen. |
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| 1962 |
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Die Aborigines erhalten das Wahlrecht. Für alle Angelegenheiten der Aborigines ist die Bundesregierung
in Canberra zuständig.
49.000 Soldaten werden im Rahmen des Verteidigungsbündnises ANZUS nach Vietnam geschickt. |
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| 1966 |
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Einführung des Australischen Dollars (AU$) als nationale Währung. Bisher war das Englische Pfund
die Landeswährung. |
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| 1967 |
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Die Aborigines erhalten alle Bürgerrechte. |
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| 1970 |
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Als erster Bundesstaat überträgt Victoria den Aborigines Land. |
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| 1971 |
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Als Basis für eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit in der Region wird das "Südpazifik-Forum"
gegründet. Die Gründungsmitglieder sind: Australien, Fidschi, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Tonga und Westsamoa. |
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| 1974 |
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Der Zyklon "Tracy" zerstört und verwüstet am 24.12.1974 große Teile Darwins. |
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| 1975 |
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Eine der schwersten politischen Krisen Australiens führt zur Enthebung des Premierministers Edward Gough Whitlam (Labour). Malcolm
Fraser (Liberal Party) wird neuer Regierungschef und gewinnt die Neuwahlen. |
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| 1976 |
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Die Rückgabe wichtiger Stammesgebiete an die australischen Ureinwohner wird durch das "Aboriginal
Land Rights Act" geregelt. |
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| 1977 |
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Das Northern Territory erkennt die Landrechte der Aborigines an. |
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| 1983 |
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Verheerende Buschfeuer und Überschwemmungen suchen nach langer Dürreperiode Australien heim. |
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| 1985 |
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Das Gebiet um den Ayers Rock und die Olgas wird an die Aborigines zurückgegeben. Gleichzeitig erhält
beides auch offiziell die ursprünglichen Namen der Aborigines (Ayers Rock > Uluru, The Olgas > Kata Tjuta). |
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| 1986 |
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Die letzten Vollmachten, mit den sich England in die inneren Angelegenheiten Australiens einmischen kann,
werden abgeschafft. |
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| 1988 |
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Ab dem 26.01.1988 feiern die Australier den 200. Jahrestag der ersten Landung weißer Siedler. Dies wird
von den Aborigines als Affront gewertet, daher kommt es zu massiven Protesten durch diese. |
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| 1989 |
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Im Northern Territory erhalten die Aborigines das Selbstverwaltungsrechte. |
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| 1990 |
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Die Aborigines wälen zum ersten Mal Vertreter in die "Aborigines and Torres Strait Islander Comission"
(ATSIC). Die ATSIC ist die Regierungsvertretung der australischen Ureinwohner. |
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| 1992 |
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Mit dem Mabo-Urteil (benannt nach dem Kläger Eddie Marbo) erkennt das Oberste Gericht erstmals die
Landrechte der Aborigines an. Doch das Urteil hat eher symbolische und politische Bedeutung, da viele Gebiete von den
Landrechtsansprüchen ausgeschlossen sind.
Niedrige Preise für Rind- und Schaffleisch, sowie eine Rezession im Bergbau führen zu einer Wirtschaftskrise mit
über 10% Arbeitslosenquote. Das ist die höchste Arbeitslosenquote seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren.
Als Folge der Krise wird die Einwanderungsquote um nahezu 30% reduziert. |
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| Januar 1994 |
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Die größte Dürre seit der Besiedlung durch Europäer verursacht einen Schaden von über
zwei Milliarden AU$. Im Großraum Sydney sterben vier Menschen und über 1.000 Menschen werden obdachlos durch ein
Buschfeuer. Dem Buschbrand fallen etliche Häuser und mehr als eine Millionen Hektar Wald zum Opfer. |
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| Mai 1994 |
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Es kommt zu Unruhen auf den Weihnachtsinsel im Indischen Ozean, die zu Australien gehöhren. Eine breite
Mehrheit stimmt in einem Referendum für eine eigene Regierung. |
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| Dezember 1994 |
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Die Aborigines bekommen von der australischen Regierung für die Atomtest der Engländer in der
südaustralischen Wüste eine Entschädigung von rund 13,5 Millionen AU$ zugesichert. |
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| 1995 |
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Erstmals leben 18 Millionen Menschen in Australien. |
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| 1996 |
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Am 29.04.1996 tötet ein 28-jähriger Amokläufer in Port Arthur (Tasmanien) 35 Menschen. |
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| 1998 |
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Australien und Neuseeland schließen ein Verteidgungsabkommen (CDR - Closer Defence Relations). |
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| 1999 |
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Volksabstimmung über die Abschaffung der Monarchie. Die Mehrheit ist für Beibehaltung der Monarchie. |
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