Geologie Australiens
Transaustralische Faltungszone
Die transaustralische Faltungszone (TAF in nachfolgender Abbildung), erstmals im ausgehenden mittleren
Proterozoikum angelegt, erstreckt sich in W-E-Richtung
von der Nordwestküste bis östlich von Alice Springs, wo sie in scharfem Bogen nach Südosten umbiegt, um bei
Adelaide in das Meer auszustreichen. Abgesehen von Zeiten der Tektogenese
wurde hier bis in das frühe Phanerozoikum sedimentiert.
Die endgültige Stabilisierung durch Faltung erfolgte im südlichen Teil im Zuge der Delamere-Orogenese
(um 450 Millionen Jahren), weiter nördlich vor etwa 320 Millionen Jahren im frühen Karbon.
Der mediane Faltengürtel bildet einerseits die Naht zwischen dem südwestlichen Kratogen
(GB + WAT + WS in nachfolgender Abbildung) (Yilgarn-, Pilbara- und Gawler-Block) und dem präkambrischen
kratonalen Terrain Nordaustraliens (NAS in nachfolgender Abbildung), andererseits aber auch den
Übergang von diesen präkambrischen Schilden
zum N-S-streichenden
Faltengürtel der Tasman-Geosynklinale (LFG + NE in nachfolgender Abbildung).

Umrisse der großtektonischen Einheiten Australiens:
GB - Gawler Block
LFG - Lachlan-Faltengürtel
NAS - Nordaustralischer Schild
NE - New-England-Faltengürtel
TAF - Transaustralische Faltungszone
WAT - Westaustralischer Trog
WS - Westlicher Schild
GB + WAT + WS - Südwestliche Kratogen
LFG + NE - Tasman-Geosynklinale
Quelle:

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