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Geologie Australiens:
Geologie Australiens
Großtektonischer
Rahmen
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Nordaustralisches Schild
Transaustralische
Faltungszone
Tasman-Geosynklinale
Phanerozoische
Sedimentbecken
Phase I
Phase II
Phase III
Phase IV

Schwere-Karte

Geologie Australiens

Phanerozoische Sedimentbecken - Phase II

Phase II beinhaltet die Ablagerungen der sogenannten Pangea-Megasequenz, die zwischen spätem Karbon und ausgehender Trias gebildet wurde. Diese Sedimentationsphase wurde fast ausnahmslos durch die permisch-karbonische Vereisung eingeleitet, der ihrerseits tektonische Bewegungen vorangingen. Diese Vereisung ist durch Tillite mit zahlreichen unterlagernden Gletscherschliffen dokumentiert. Die Becken der Phase II waren essentiell intrakratonisch. Ihre Bildung wurde durch die partielle Stabilisierung der Tasman-Geosynklinale im Osten und die Entwicklung eines Taphrogen-Systems im Westen kontrolliert. Folglich lassen sich drei, durch unterschiedliche Beanspruchungspläne gekennzeichnete Becken-Gruppen unterscheiden. Die Becken am Ostrand des Kontinents wie Bowen- und Sydney-Becken, wurden durch kompressive Kräfte geformt und sind im wesentlichen als Molasse-Becken zu betrachten. Die Becken entlang der Westküste (Perth-Collie-Becken und permischer Anteil des Carnarvon-Beckens) wurden dagegen durch Extension kontrolliert. Die Geometrie der zwischenliegenden Becken (Arckaringa, Pedirka, Cooper etc.) wurde durch Translations-Bewegungen gesteuert. Dieses Streß-Regime wurde, obwohl an Intensität variierend, im wesentlichen bis in die Trias beibehalten. Mariner Einfluß ist am stärksten in den östlichen Becken und im Westen des Kontinents zu beobachten, bei den letztgenannten aber mit deutlicher Abnahem von Nord nach Süd. In den zentralen Becken herrschte, abgesehen von einer kurzen, marinen Inkursion, die durch postglazialen eustatischen Meeresspiegelanstieg im Sakmar bedingt war, Süßwassermilieu vor.
Mit Ausnahme der im Nordwesten gelegenen Becken entwickelten sich nach dem Sakmar fast überall ausgedehnte fluvio-deltaische Sumpflandschaften, aus denen nicht nur die größten australischen Kohlelagerstätten hervorgingen, sondern die auch für die Bildung von wichtigen Erdgas- und Erdölfeldern (Cooper-Becken und Bowen-Surat-Becken) verantwortlich waren.
Die Ablagerungsphase II wurde durch tektonische Bewegungen in der mittleren Trias beendet, die dem kimmerischen Ereignis zugeordnet werden. Entlang der Westküste kam es hierbei zu intensiver Verwerfungstektonik. Die dabei entstandene Riftzone zeichnet die spätere Bruchlinie vor, entlang derer sich Australien von Gondwana löste.

Verteilung der phanerozoischen Sedimentbecken
Verteilung der phanerozoischen Sedimentbecken

Quelle: Amazon.de: Geologie der Erde - Australien


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