Geologie Australiens
Phanerozoische Sedimentbecken - Phase I
Becken dieser Phase beinhalten im wesentlichen Ablagerungen kambrischen
bis frühkarbonischen Alters, doch mancherorts
begann die Beckenbildung schon im Neo-Proterozoikum.
Überwiegend sind die Ablagerungsräume an den transaustralischen Faltengürtel gebunden, wobei sie sowohl im
aktiven Bereich des Gürtels selbst als auch in den nördlich und südlich anschließenden, stabilen
Schelfregionen desselben anzutreffen sind.
Zu ersterem gehören Arrowie-Becken und Bancannia-Trog, Warburton-, Amadeus-, Naglia- und Ord-Becken sowie die
frühpaläozoischen Anteile des
Bonaparte-Golf-Becken und der Canning- und Carnarvon-Becken. An der nördlich anschließenden stabilen Plattform
liegen Wiso-, Daily River- und Georgina-Becken, wogegen das im Süden angrenzende Officer-Becken den Übergang vom
Faltengürtel zum stabilen Kraton
herstellt. Randbecken der Tasman-Geosynklinale wie das nur durch Bohrungen aufgeschlossene Adavale-Becken und der
östliche Teil des Warburton-Beckens gehören ebenfalls dieser Beckenentwicklung an. Das Ablagerungsmilieu war
überwiegend marin, doch gegen Ende der Ablagerungsphase kam es stellenweise zur Bildung von limnischen
und terrestrischen Sedimenten.
In allen diesen Becken wurde die Sedimentation durch Auswirkungen der herzynischen Tektogenese
beendet. Der sowohl stratigraphische als auch radiometrisch belegte Hauptpuls dieser Faltungsphase ist mit etwa 320 Mill.
Jahren datiert. In der Terminologie der Faltungsphasen der Tasman-Geosynklinale kann dieses Ereignis der Kanimbla-Faltung
zugeordnet werden. Für den Bereich der transaustralischen Faltungszone hat sich als Äquivalent der Begriff Alice
Springs-Orogenese eingebürgert.
Einengung und Faltung führten zur endgültigen Konsolidierung des transaustralischen Faltengürtels, wogegen die
Plattformbereiche kaum oder nur mäßig deformiert wurden.

Verteilung der phanerozoischen Sedimentbecken
Quelle:

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