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Geologie Australiens:
Geologie Australiens
Großtektonischer
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Tasman-Geosynklinale
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Sedimentbecken
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Schwere-Karte

Geologie Australiens

Einleitung

Geologisch betrachtet sind Australien und die prä-jurassischen Komponenten Neuseelands Teile von Gondwana, jenem Superkontinent der südlichen Hemisphäre, den Australien und Neuseeland, gemeinsam mit Südamerika, Afrika, Indien und Antarktika aufbauten (siehe nachfolgende Abb.). Die Zusammengehörigkeit der einzelnen Bausteine Gondwanas wird, neben diversen anderen Merkmalen, vor allem durch die Spuren einer spätpaläotoischen Vereisung und das Auftreten einer gemeinsamen Flora mit den Samenfarnen Glossopteris und Gangamopteris bezeugt.

 Spätes Perm
Quelle: scotese.com

Dem Südkontinent Gondwana stand auf der nördlichen Hemisphäre der Großkontinent Laurasia gegenüber. Obwohl zeitweilig schmale Landbrücken im afro-europäischen Raum kurzlebige Verbindungen zwischen beiden Superkontinenten bildeten, waren sie über den Großteil ihrer Erstreckung durch das große Mittelmeer der Tethys voneinander getrennt. Nach den Vorstellungen der Plattentektonik bildeten diese beiden Landmassen das Ausgangsstadium, aus dem durch Fragmentierung und Auseinanderdriften auf der einen, durch Kollision und Verschweißung auf der anderen Seite die heutige Verteilung der Kontinente hervorging. Erste Dehnungsrisse entwickelten sich auf dem der Tethys zugewandten Rand schon im Perm.
Die allgemeine Fragmentierung Gondwanas und damit die Neuverteilung seiner Landmassen setzte im frühen Jura ein, also etwa vor 200 Millionen Jahren. Mit dem Aufbrechen Gondwanas in einzelne auseinanderdriftende Schollen begann auch die Ablösung Australiens und Neuseelands von seinen Nachbarn. An der NE-Ecke der indo-australischen Platte gelegen, driftete Australien nach N, wo es mit der SE-asiatischen Platte kollidierte. Die gegenwärtige Plattengrenze ist durch die südlich des indonesischen Inselbogens und Timors gelegenen Tiefseefurche gekennzeichnet. Diese Kollisionsgrenze erstreckt sich bis zur komplexen Struktur des Banda-Bogens, westlich von Neuguinea. Hier trifft die von E kommende pazifische Platte sowohl auf die australische Scholle als auch auf die asiatische Platte. So verläuft der NE-Rand der australischen Platte in E- bis SE-Richtung durch Neuguinea, wird aber von der S-Grenze der pazifischen Platte durch mehrere Plattenfragmente getrennt.
Von Neuguinea zieht die Plattengrenze in weitem Bogen über die Salomon-Inseln zu den Neuen Hybriden und von hier, nach einem nordöstlichenVersatz in Richtung Fidschi weiter nach Neuseeland. Diese Grenze, die früher als Andesit-Linie bezeichnet wurde, ist durch stark gehäuftes Auftreten von Erdbeben mit sehr tief gelegenen Herden (300 bis 600 km), durch intensive vulkanische Aktivität und durch Tiefseetröge mit Tiefen von über 9.000 m gekenzeichnet. Sie ist hierdurch ganz eindeutig als Kollisionsgrenze ausgewiesen, an der die nach W driftende pazifische Platte unter die indo-australische Platte hinabgeschoben, d.h. subduziert wird.
Auswirkungen dieser Tektogenese, wie Erdbeben, Krustenverstellungen und Vulkanismus, sind auf Neuseeland, wo die Subduktionsgeschwindigkeit entlang der SE-Seite der Nordinsel etwa 7 cm pro Jahr beträgt, besonders eindrucksvoll zu beobachten. Von Neuseeland setzt sich diese Plattengrenze über die Antarktis nach Südamerika fort, von wo sie, der Westküste beider Teile Amerikas folgend, über die Aleuten, Japan und die Philippinen verläft, um so den zirkumpazifischen Kreis (Feuergürtel) zu schließen.

Plattentektonik - Driftgeschwindigkeiten der einzelnen Platten

Ein geradlinig vom Golf von Bengalen nach S bis auf etwa 30°S-Breite verlaufender subozeanischer Rücken, der "Neunzig-Ost-Rücken", grenzt die australische Platte zur indischen Platte hin ab. Von der S-Spitze dieses Rückens zieht eine markante Bruchzone nach ESE, die Diamantina-Bruchzone, die den kontinentalen Teil Australiens gegen die abyssischen Tiefen des Südmeeres abgrenzt. Parallel zu dieser Zone verläuft dann weiter südlich der mittelozeanische Rücken zwischen Australien und der Antarktis.
Australien wurde von den alpidischen Bewegungen kaum oder nur sehr randlich beeinflußt. Die letzte Orogenese, die im Bereich des heutigen Kontinents aktiv war, erfolgte im frühen Mesozoikum. Weder der ausgedehnte Vulkanismus entlang der NE-Küste während der Kreide noch der entlang der gesamten E- und SE-Küste im Tertiär und Quartär war von Faltenbewegungen begleitet, sondern war Ausdruck von Dehnungstektonik.

Quelle: Amazon.de: Geologie der Erde - Australien


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